Mater Dolorosa in Langenau

Die Kirche wurde 1967, sehr bald nach dem 2. Vat. Konzil vom Stuttgarter Architekten Rudolf Prenzel erbaut. Es existieren noch zwei weitere ähnliche Kirchen des selben Architekten in Ravensburg und Bietigheim-Bissingen. Beide wurden bereits renoviert und dabei stark verändert.

Ansatz des Auftraggebers in Langenau war, den Stil der Kirche mit ihrem Zeltdach, dem prägenden Sichtbeton und der sehr rohen und geradlinigen Ausstrahlung beizubehalten und dennoch sensibel zu modernisieren.
Hierzu wurde die Stufenlandschaft der Altarinsel verändert und deutlich vergrößert, der textile Bodenbelag durch Naturstein ersetzt.

Ein neues Gestühl wurde aus dem Bestandsmaterial des Alten geschaffen und die Gebäudetechnik komplett erneuert.
Dazu wurde ein neues Fußbodenheizungsystem mit nur 45 mm Gesamtaufbauhöhe als Pilotprojekt zum Einsatz gebracht. Die Gebäudeakustik wurde nach Rechenmodellen angepasst und Leuchten als Einzelanfertigungen mit gebogenen Plexiglashalbschalen entwickelt.

In der untersten Ebene des Turms wurde eine Werktags- und Taufkapelle eingerichtet. Die vorhandene künstlerische Ausgestaltung von Bruder Oberstaller wurde beibehalten, jedoch komplett neu geordnet und durch neue Stücke ergänzt, die in Zusammenarbeit mit dem Künstler Rudolf Kurz aus Ellwangen entstanden; Gedenktafel von Johannes Weber.

Das schadhafte Dach aus Asbestzementschindeln wurde durch eine Neueindeckung mit Aluminiumschindeln saniert.
Der Kirchplatz wurde barrierefrei und mit zusätzlichen Parkplätzen mit einem zurückgezogenen Bereich für Kindergottesdienst im Freien umgestaltet.

Standort
Olgastraße 19 in 89129 Langenau

Bauherr
Kath. Kirchengemeinde Langenau

Planung & Bauzeit
2005–2014

Baukosten
1,83 Mio. €

Auszeichnung
Das Projekt wude 2016 von PREFA als eines der 12 besten Projekte europaweit ausgewählt.

 

© Fotos: PREFA/Croce & Wir (Außenaufnahmen), Eifert Fotodesign